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Karte & Stationen der Kleinen Leipziger Notenspur


Die Kleine Leipziger Notenspur umfasst einige Stationen der allgemeinen Route, gekennzeichnet mit dem Maskottchen Toni. Hier gibt es spezielle Angebote für Kinder (Kinderhörszenen und Rätsel). 

Neues Gewandhaus

Neues Gewandhaus zu Leipzig mit Mendebrunnen im Vordergrund

Neues Gewandhaus und Mendebrunnen (© Gewandhaus/ G.Mothes)

Das Neue Gewandhaus zu Leipzig wurde im Oktober 1981 eröffnet. Es ist Heimstatt des 1743 gegründeten Gewandhausorchesters, das seinen Namen erhielt, als es 1781 in den neu errichteten Konzertsaal im Gewandhaus einzog (siehe Notenspur-Station 21). Als dieser Saal für den stetig wachsenden Publikumszuspruch nicht mehr ausreichte, baute man ein neues Konzerthaus und weihte es 1884 ein (siehe Notenrad-Station 2). Im Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört; die Gewandhauskonzerte fanden von da an in der Kongresshalle am Zoo statt.

Das Neue Gewandhaus ist der einzige Konzerthausneubau der DDR. Die Initiative zu seiner Errichtung ging von Gewandhauskapellmeister Kurt Masur aus. Das Gebäude steht an der Stelle des Augustusplatzes, an der einst das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Bildermuseum seine Sammlung präsentierte.

Aushängeschild des Konzerthauses ist Sighard Gilles Deckenbild "Gesang vom Leben". Es ist die größte zeitgenössische Deckenmalerei Europas. Nachts beleuchtet, strahlt es durch die Glasfront auf den Platz hinaus.
Der Große Saal bietet über 1900 Besuchern Platz. Gekrönt wird er durch die Schuke-Orgel mit vier Manualen, 92 Registern und 6638 Pfeifen. Am Orgelprospekt ist der Leitspruch "Res severa verum gaudium" (Wahre Freude ist eine ernste Sache) angebracht, der das Gewandhaus seit 1781 begleitet.

Im Mendelssohn-Saal mit knapp 500 Plätzen finden neben Konzerten auch Tagungen, Kongresse und anderes mehr statt. Im Hauptfoyer, das wochentags 12 bis 18 Uhr und samstags 10 bis 14 Uhr geöffnet ist, zeigt eine Dauerausstellung die Modelle der drei Gewandhausbauten von 1781, 1884 und 1981 mit begleitenden Texten und Bildern
Ungefähr 800 Veranstaltungen verschiedenster Art gibt es jährlich im Gewandhaus. An herausragender Stelle stehen dabei die circa 70 Sinfoniekonzerte des Gewandhausorchesters. Allerdings hat das Orchester noch zwei weitere Spielstätten in Leipzig: das

Das Neue Gewandhaus ist der einzige Konzerthausneubau der DDR. Die Initiative zu seiner Errichtung ging von Gewandhauskapellmeister Kurt Masur aus. Das Gebäude steht an der Stelle des Augustusplatzes, an der einst das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Bildermuseum seine Sammlung präsentierte.

Aushängeschild des Konzerthauses ist Sighard Gilles Deckenbild "Gesang vom Leben". Es ist die größte zeitgenössische Deckenmalerei Europas. Nachts beleuchtet, strahlt es durch die Glasfront auf den Platz hinaus.
Der Große Saal bietet über 1900 Besuchern Platz. Gekrönt wird er durch die Schuke-Orgel mit vier Manualen, 92 Registern und 6638 Pfeifen. Am Orgelprospekt ist der Leitspruch "Res severa verum gaudium" (Wahre Freude ist eine ernste Sache) angebracht, der das Gewandhaus seit 1781 begleitet.

Im Mendelssohn-Saal mit knapp 500 Plätzen finden neben Konzerten auch Tagungen, Kongresse und anderes mehr statt. Im Hauptfoyer, das wochentags 12 bis 18 Uhr und samstags 10 bis 14 Uhr geöffnet ist, zeigt eine Dauerausstellung die Modelle der drei Gewandhausbauten von 1781, 1884 und 1981 mit begleitenden Texten und Bildern
Ungefähr 800 Veranstaltungen verschiedenster Art gibt es jährlich im Gewandhaus. An herausragender Stelle stehen dabei die circa 70 Sinfoniekonzerte des Gewandhausorchesters. Allerdings hat das Orchester noch zwei weitere Spielstätten in Leipzig: das Opernhaus (Notenspur-Station 10) gegenüber dem Gewandhaus und die Thomaskirche (Notenspur-Station 17). Denn das Gewandhausorchester ist zugleich das Orchester der Oper Leipzig, und es ist das Orchester, das gemeinsam mit dem Thomanerchor regelmäßig in der Thomaskirche musiziert. 

Internet: www.gewandhaus.de
City-Pictures: Vollbildpanorama Neues Gewandhaus

Mendelssohn Haus

Das Haus in der Goldschmidtstraße 12 ist das einzige erhalten gebliebene Wohnhaus (1845-1847) und gleichzeitig Sterbehaus von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Hier wurde u.a. das Oratorium Elias vollendet (1846).
In authentischen Räumen:

  • Leben und Werk des Komponisten, Gewandhauskapellmeisters, Musikers, Kulturpolitikers, Malers, Weltbürgers und Menschen Felix Mendelssohn Bartholdy
  • Briefe, Notenautographen und Bilder, Originalmöbel und Wohnkultur der Mendelssohns
  • Musiksalon als kulturelles Zentrum Leipzigs
  • Mendelssohn als Freund und Förderer anderer
  • Verdienste um die Musikstadt Leipzig, u.a. Gründung des ersten deutschen Konservatoriums

Internet: Mendelssohn Stiftung
Wikipedia: Felix Mendelssohn Bartholdy

Grieg Begegnungsstätte

Im Haus Talstraße 10 weilte Edvard Grieg (1843-1907) von 1876 bis zu seinem Todesjahr oft in Begleitung seiner Frau, der Sängerin Nina Grieg, als Gast seiner Verleger Max Abraham und Henri Hinrichsen. Hier entstand 1888 Griegs berühmte 1. Peer-Gynt-Suite. Heute befindet sich hier die Grieg-Begegnungsstätte.

„Ich sehne mich jetzt ganz fabelhaft nach der Welt, nach Kunst, nach Künstler – überhaupt nach Geist. Also Presto! Auf baldiges Wiedersehen!“ (Grieg an Max Abraham am 27. August 1878 aus Hardanger)

„Wir müssen uns in diesem Winter sehen! Ein bisschen Briefgeplauder ist zwar eine große Freude, - aber ich trage weit besseres Verlangen!“ (Grieg an Max Abraham am 21. November 1900 aus dem Sanatorium Voksenkollen bei Kirstiana, dem „Märchenschloss“)

„Die Kunst ist in Wirklichkeit der Überschuss an Sehnsucht, der im Leben oder auf andere Weise keinen Ausdruck finden kann.“ (Edvard Grieg, Troldhaugen, 27. August 1886)

Internet: Grieg Begegnungsstätte Leipzig e.V.
Wikipedia: Edvard Grieg

Grassi Museum für Musikinstrumente

Harfe von 1749 (Detail), Foto: Hendrik Schmidt

Die im Komplex der Museen im GRASSI gelegene größte Musikinstrumentensammlung Deutschlands bietet Interessenten aller Altersstufen einen Einblick in die vielfältige Welt der Musikinstrumente und vermittelt einen Eindruck von den handwerklichen, künstlerischen und experimentellen Fähigkeiten der Instrumentenbauer seit dem 16. Jahrhundert. Am 30. Mai 1929 wurde das Musikinstrumenten-Museum im GRASSI eröffnet. Als Teil der Universität dient es seither der Forschung und Lehre und präsentiert zugleich als öffentliches Museum seine Schätze einem breiten Publikum. Der mehr als 5000 Instrumente zählende Bestand umfasst Kostbarkeiten wie den ältesten original erhaltenen Hammerflügel der Welt aus dem Jahr 1726 sowie fünf weitere Instrumente des Erfinders der Hammermechanik, Bartolomeo Cristofori , Meisterwerke aus Leipziger Werkstätten der Bachzeit, Zeugnisse des frühen Leipziger Klavierbaus, Musikautomaten und Kuriositäten verschiedenster Art. Im Zusammenklang mit grafischen Darstellungen, Musikbeispielen in 3D, einer Hologramm-Installation, dem Klanglabor sowie der Kinoorgel im großen Vortragssaal lassen sie Musikgeschichte für alle Sinne lebendig werden. 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen Sonderregelungen

Internet: Museum für Musikinstrumente

Schumann-Haus

Der Komponist Robert Schumann (1810-1856) und die Pianistin Clara Wieck (1819-1896) bezogen nach ihrer Eheschließung im September 1840 das "Logis Erste Etage rechts" in diesem klassizistischen Haus. Eine Zeit des großem Glücks und der fruchtbaren Zusammenarbeit begann und währte bis zum Umzug nach Dresden Ende 1844. Schumann komponierte hier u.a. die Frühlingssinfonie, den ersten Satz des Klavierkonzertes in a-Moll, Kammermusikwerke und Liederzyklen, Clara schuf die Voraussetzungen für ihre hohe Interpretationskunst. Die ersten beiden Kinder, Marie und Elise, wurden hier geboren. Berühmte Gäste des Künstlerpaares in diesem Haus waren Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Hector Berlioz, Richard Wagner und Hans Christian Andersen.

"Klärchen, ich hab Dir gesagt, wovor ich mich an Dir fürchte; jetzt sag auch Du mir, was Dir nicht Recht ist an mir. Ich will mich bessern; hier meine Hand und einen Kuß auf Dein Herz." (Robert an Clara 1840)

In der ersten Etage befinden sich jetzt ein Konzertsaal und eine museal eingerichtete Gedenkstätte.

Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr, Öffentliche Führung:
sonntags 15 Uhr an Feiertagen Sonderregelungen

Internet: Robert und Clara Schumann Verein Leipzig
Wikipedia: Robert Schumann Clara Schumann

Grafisches Viertel - Musikverlage - Notenwand

Leipzig entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer europäischen Musikmetropole ersten Ranges. Wichtig war dabei auch das Verlagswesen, das vorrangig im Grafischen Viertel östlich des Leipziger Stadtzentrums angesiedelt war. Die älteste der Institutionen und zugleich ältester Musikverlag der Welt ist der 1719 durch Bernhard Christoph Breitkopf gegründete Verlag Breitkopf. Nachdem Gottfried Christoph Härtel 1795 den Verlag übernommen hatte (der seither "Breitkopf & Härtel" heißt), ergaben sich enge Kontakte zu Ludwig van Beethoven sowie später zu einigen Hauptvertretern der "romantischen" Generation: Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Franz Liszt und Richard Wagner. Ebenso ist der Verlag C.F. Peters mit der Leipziger Musikgeschichte verbunden. Er wurde 1800 durch Franz Anton Hoffmeister und Ambrosius Kühnel als "Bureau de Musique" gegründet und legte bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bedeutende Editionen von Werken Johann Sebastian Bachs vor. Später wurde Edvard Grieg, der 1858-1862 am hiesigen Konservatorium studierte, durch C.F. Peters maßgeblich gefördert. Zu den bis heute bestehenden Institutionen gehört schließlich der seit 1807 bestehende, nach seinem Gründer benannte Friedrich Hofmeister Musikverlag. Hofmeister lernte bei Breitkopf & Härtel und arbeitete anschließend in Kühnels und Hoffmeisters "Bureau de Musique". In seinem eigenen Verlag brachte er neben Werken von Ignaz Moscheles oder Heinrich Marschner unter anderem Frühwerke Robert Schumanns und Clara Wiecks heraus.

Bestanden bis in das 20. Jahrhundert neben diesen dreien noch zahlreiche andere Institutionen, so hat die weitere Geschichte in der Verlagsbranche deutliche Spuren hinterlassen. Das Grafische Viertel wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört; nach 1949 wanderten zahlreiche Verlage in den westlichen Teil Deutschlands ab. Heute befinden sich in Leipzig Dependancen von Breitkopf & Härtel sowie C.F. Peters; der Hofmeister Verlag kehrte ganz an seinen Gründungsort zurück.

Seit April 2013 kann man an der „Notenwand“ mehr über die Geschichte des Notendrucks erfahren, Rätsel lösen oder auch Musik hören (am Standort der Notenspur-Station 8).

Internet: Breitkopf & Härtel Musikverlag | Friedrich Hofmeister Musikverlag | C.F. Peters Musikverlag

Oper Leipzig

Die Oper Leipzig steht in der Tradition von mittlerweile 320 Jahren Opernpflege in Leipzig. 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl eröffnet, das damit das dritte bürgerliche Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg war. 1766 kooperierten nachweisbar erstmals Oper und Musiker des damaligen "Großen Concerts" bei einer Musiktheaterproduktion. Im selben Jahr war auch das "Komödienhaus", das später als "Altes Theater" bezeichnet wurde, eingeweiht worden. Für ein gutes Jahrhundert war es Schauplatz bedeutender deutscher Operntradition (s. Notenbogen-Station 2).

1868 eröffnete das Neue Theater am Augustusplatz, das für Oper und Schauspiel genutzt wurde. Neben Werken von Mozart, Weber und Gluck bildet die Pflege des Wagner-Repertoires seither einen besonderen Schwerpunkt. Erstmals außerhalb des Bayreuther Festspielhauses wurde 1878 Richard Wagners "Ring"- Tetralogie in Leipzig aufgeführt. Herausragende Dirigenten bis 1890 waren Anton Seidl, Arthur Nikisch und Gustav Mahler. In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts öffnete sich die Oper Leipzig in besonderem Maße für zeitgenössische Werke. Von den vielen wichtigen Erst- und Uraufführungen ist u.a. Brecht / Weills "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" (1930) zu nennen.

Nach der Zerstörung des Neuen Theaters im Dezember 1943 wurde 1956-1960 an gleicher Stelle das heutige Opernhaus errichtet, bei dem die spätklassizistischen Formen des Vorgängerbaues andeutungsweise wieder aufgenommen wurden. Die festliche Eröffnung erfolgte mit "Die Meistersinger von Nürnberg" (Regie: Joachim Herz). In den Folgejahren prägten u.a. bedeutsame Wagneraufführungen und die Neugewinnung vernachlässigter Werke den Spielplan. 1990 übernahm Udo Zimmermann die Opernintendanz und verlieh der Oper einen spektakulären Aufschwung. 1991 trat Uwe Scholz seine Position als Ballettdirektor und Chefchoreograph an und entwickelte das Leipziger Ballett zu einer der ersten Compagnien in Deutschland. Mit der Intendanz von Henri Maier (2001-2007) gelangten erstmals u.a. Werke von Berlioz ("La Damnation de Faust" und "Les Troyens") auf den Spielplan. Von 2008/09 bis 2011 war Peter Konwitschny Chefregisseur der Oper Leipzig. Seit 2011 steht das Haus unter der Leitung von Ulf Schirmer, dessen Schwerpunkt auf den Werken von R. Strauss und R. Wagner liegt, der sich aber auch für das Werk zeitgenössischer Komponisten einsetzt.

Die Foyerbereiche des Opernhauses wurden 2007 umfangreich nach den Vorgaben des Denkmalschutzes saniert. Das Opernhaus verfügt seitdem über 1267 Sitzplätze. Zur Oper Leipzig gehört neben dem Sängerensemble, dem Opernchor und dem Leipziger Ballett auch die Musikalische Komödie mit eigener Spielstätte in Leipzig Lindenau. Das große Repertoire mit ca. 300 Vorstellungen pro Spielzeit in allen Spielstätten reicht vom Barock bis zur Gegenwart.

Internet: Oper Leipzig

Alte Nikolaischule

Richard Wagner (1813-1883) war von 1828 bis 1830 Schüler der Nikolaischule. Sie ist einer der wenigen noch erhaltenen authentischen Wagner-Orte in Leipzig. Wagner war kein Musterschüler, dafür gibt seine Autobiographie die Bestätigung: "Der Verfall meiner Studien und mein völliges Abweichen von den Pfaden einer regelmäßigen Schulausbildung schreibt sich von meinem Eintritt in Leipzig her, und vielleicht war der Hochmut des Schulpedantismus daran schuld." Die Thomasschule kam für Wagner nicht in Betracht, denn "die Nikolaischule stand damals in vorzüglicherem Rufe als ihre Schwester; dort musste ich demnach aufgenommen werden." Seinen "phantastischen Neigungen" entsprechend konzentrierte er sich nicht auf Schulstudien, sondern dichtete ein Drama "Leubald und Adelaide". Einsichtig schreibt Wagner in der Autobiographie: "Meine Vernachlässigung der Schule erreichte den Grad, daß es notwendig zu einem Bruche mit ihr führen musste."

Glücklichere Schüler der Nikolaischule waren Gottfried Wilhelm Leibniz, Christian Thomasius und Johann Gottfried Seume.

Selbstverständlich gab es an der Nikolaischule und Nikolaikirche auch Kantoren, die den Thomaskantoren sogar gleichgeordnet waren, allerdings musikalisch wegen der stark wissenschaftlichen Ausrichtung der Nikolaischule nicht mit den Thomaskantoren konkurrieren konnten und deshalb ohne öffentliche Wirkung auf das Musikleben der Stadt blieben. Das Schulgebäude war 1512 mit der Gründung der Nikolaischule in Dienst gestellt worden und erfüllte diese Funktion bis 1872. Nach langem Verfall wurde das Gebäude 1991-1994 restauriert. Die klassizistische Aula von 1827 ist heute einer der wenigen authentischen Ort in Leipzig, die an Wagners Wirken erinnern.

Die Ausstellung im Untergeschoss "Der junge Richard Wagner 1813-1834" ist täglich außer montags, freitags und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Wikipedia:
Alte Nikolaischule
Richard Wagner

Altes Rathaus

Foto: Christoph Sandig; Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Im Alten Rathaus befinden sich wertvolle Reliquien der Leipziger Musikgeschichte.

In der Ratsstube unterschrieb Johann Sebastian Bach, die wohl berühmteste Person, die je ihren Fuß in das Leipziger Rathaus setzte, im Mai 1723 seinen städtischen Anstellungsvertrag als Thomaskantor und "director musices".
Der Raum neben der Ratsstube ist Bach gewidmet. Hier sind das einzige authentische Porträt (von Elias Gottlob Haussmann, 1746) und eine Originalhandschrift des berühmtesten Musikers unserer Stadt ausgestellt.

Der Nebenraum ist der Leipziger Musiktradition gewidmet: der Kirchenmusik vor Bach, der Stadtmusik, besonders Johann Gottfried Reiche, und der frühen Gewandhausgeschichte. Zu sehen sind unter anderen Raritäten die "Gründungsurkunde" der Gewandhauskonzerte von 1781, das Modell des ersten Gewandhausessaales im Maßstab 1:25 und das Dirigentenpult aus dem alten Konzertsaal. Hier dirigierten außer den Gewandhauskapellmeistern von Felix Mendelssohn Bartholdy bis Carl Reinecke u. a. Wolfgang Amadeus Mozart (1789), Muzio Clementi (1812), Carl Maria von Weber (1813), Johann Strauß (1834), Robert Schumann (1853), Franz Liszt (1857), Johannes Brahms (1860), Richard Wagner (1862).

Die Trompete, die der berühmteste Stadtmusiker, Johann Gottfried Reiche, auf dem Porträt (ebenfalls von Elias Gottlob Haussmann, um 1726) in der Hand hält, ist als Nachbau in einer Vitrine neben anderen historischen Blasinstrumenten zu sehen.

An der Nordseite des Festsaales befindet sich der sogenannte Pfeiferstuhl aus der Erbauungszeit des Rathauses (1556), der Balkon, von dem aus die Stadtmusiker – die sogenannten Stadtpfeifer – Musik zu festlichen Anlässen erklingen ließen.

Die Musikstadt Leipzig von Mendelssohns Wirken an (1835) bis heute ist ein Teil der Dauerausstellung zur Leipziger Stadtgeschichte "Moderne Zeiten" (im Obergeschoss des Alten Rathauses).

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, an Feiertagen Sonderregelungen

Internet: www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de

Klanginstallation

Leider bisher keine Beschreibung verfügbar.

Zum Arabischen Coffe Baum

Foto: Thilo Kühne; Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Seit 1711 wird in diesem Hause "Zum Arabischen Coffe Baum" Kaffee ausgeschenkt. Bis in die Gegenwart hinein beherbergt es Gaststätte und Kaffeeausschank (heute zugleich auch ein Kaffeemuseum). Als Lieblingsaufenthaltsort und Treffpunkt von Künstlern, Schriftstellern, und Gelehrten, anfangs mit Billardtisch, Kanapee und Klavier und einem Angebot von Zeitungen ausgestattet, zog es in den Jahren 1833 bis 1840 vor allem Robert Schumann an, der als Redakteur der Neuen Zeitschrift für Musik – des kämpferisch-progressiven Organs des Kreises der "Davidsbündler" – das Lokal regelmäßig besuchte. Am Schumann-Tisch im linken vorderen Gastraum traf er sich zu geistvollem Austausch bei geistigem Getränk mit seinen Mitredakteuren, Bekannten (u.a. Friedrich Wieck, Ernst August Ortlepp, Ludwig Schunke, Johann Peter Lyser und Karl Herloßsohn) und durchreisenden Künstlern. Der damalige Inhaber Max Poppe war selbst Publizist und Sammler von Literatur und verstand es, das Haus zu einem Anziehungspunkt zu machen. Durfte man bereits Georg Philipp Telemann zu den musikalischen Gästen zählen, so sind es später Richard Wagner, Walther von Goethe, William Sterndale Bennett, Arthur Nikisch, Karl Straube, Eugen d’Albert, Siegfried Wagner, Franz. Lehár, Edvard Grieg und Günther Ramin.

Internet: www.stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de/site_deutsch/coffebaum/

Wikipedia:
Davidsbündler
Florestan und Eusebius

Bach-Museum

Das Bosehaus am Thomaskirchhof ist Sitz der Stiftung Bach-Archiv Leipzig mit dem Leipziger Bach-Museum, Forschungsinstitut und öffentlicher Bibliothek. Zu Bachs Zeit befand sich das Haus im Besitz des wohlhabenden Kaufmanns Georg Heinrich Bose. Johann Sebastian Bach lebte mit seiner Familie direkt gegenüber in der heute nicht mehr erhaltenen alten Thomasschule. Beide Familien waren eng befreundet, Bach war im Bosehaus ein gern gesehener Gast. Eine Besonderheit des Hauses ist der im Südflügel untergebrachte Sommersaal – ein kleiner barocker Fest– und Konzertsaal mit einer einzigartigen Musikergalerie, die durch ein bewegliches Deckengemälde verschlossen werden kann. Georg Heinrich Bose selbst ließ die Empore einbauen. Heute kann der Saal bei Konzerten und den Museumsführungen besichtigt werden.

Das Bach-Museum widmet sich vorrangig dem Leben und Wirken des Thomaskantors in Leipzig. Neben kostbaren Handschriften, Dokumenten, Grafiken und Notendrucken zeigt die Dauerausstellung historische Instrumente und Möbel aus dem 18. Jahrhundert. Das Hörkabinett und ein kostenloses Audio-Guide-System in deutscher und englischer Sprache bringen die Ausstellung zum Klingen.

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 17 Uhr, 
an Feiertagen Sonderregelungen

Internet: www.bach-leipzig.de 
Wikipedia: Johann Sebastian Bach

Standort Erstes Gewandhaus

Altes Gewandhaus um 1880 (Holzschnitt von A. Neumann)

Das alte Leipziger Gewandhaus wurde im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts als zweiflügliges Gebäude an Gewandgäßchen und Universitätsstraße errichtet. Es war Kaufhalle der Tuchmacher und zugleich Zeughaus, denn im Erdgeschoss des Flügels an der Universitätsstraße wurden die stadteigenen Waffen und Rüstungen aufbewahrt.

Im Zeughausflügel war ab 1711 auch die Stadtbibliothek untergebracht, bis sie ein halbes Jahrhundert später in den eigens für sie neu erbauten Flügel am Gewandgäßchen umzog. Im leer stehenden ehemaligen Bibliotheksgeschoss ließ die Stadt den ersten Leipziger Konzertsaal errichten. Im November 1781 wurde der Saal eröffnet, und die 1743 gegründeten Leipziger Abonnementkonzerte fanden hier nun ihre Fortsetzung. Bald hießen sie "Gewandhauskonzerte", und das Orchester, das in ihnen spielte, bekam gleichermaßen den Namen "Gewandhausorchester".

Ganz aus Holz, war der Konzertsaal in das zweite Ober- und das Dachgeschoss des Zeughausflügels nahezu wie eine Geige in einen Geigenkasten hineingesetzt, so dass er als ein riesiger Resonanzkörper selbst fast ein Musikinstrument geworden war. 500 Zuhörer fanden in ihm Platz, erlebten Mozarts einziges Leipziger Gastspiel (1789) oder Clara Wiecks ersten öffentlichen Auftritt (1828) und hörten die Uraufführungen vieler Stücke, die heute in aller Welt berühmt sind, beispielsweise Beethovens Tripel- und sein fünftes Klavierkonzert, Schuberts große C-Dur-Sinfonie, Mendelssohns "Schottische" und sein Violinkonzert, Schumanns "Frühlingssinfonie", Wagners "Meistersinger"-Vorspiel oder Brahms‘ Violinkonzert. Am Dirigentenpult standen oftmals die Komponisten selber, ansonsten die Gewandhauskapellmeister von Johann Adam Hiller über Felix Mendelssohn Bartholdy bis hin zu Carl Reinecke.

Die Kapazität des Saales reichte auch nach mehrfachen Umbauten nicht mehr, die Kartenwünsche des Publikums zu befriedigen. So begannen um 1865 Überlegungen zum Bau eines neuen Konzerthauses. Dabei dachte die Gewandhausdirektion an einen Platz in bester "Citylage". Die Stadtregierung aber hatte anderes im Sinn: Ein Konzerthausbau am Stadtrand könnte die Initialzündung für ein neues Stadtviertel sein. Und es geschah: Das in zweieinhalb Jahren erbaute und im Dezember 1884 eröffnete Neue Gewandhaus - das erste Gebäude des neuen Stadtteils - beflügelte die Entwicklung des entstehenden Leipziger Musikviertels ungemein.

Dieses Neue Gewandhaus im Musikviertel, heute als das Zweite Gewandhaus bezeichnet, wurde ein Opfer der Bomben des Zweiten Weltkriegs. Die Gewandhauskonzerte fanden von da an in der Kongresshalle am Zoo statt, bis sie gemeinsam mit dem Gewandhausorchester 1981 in das abermals Neue Gewandhaus (das dritte Gewandhaus) am heutigen Augustusplatz einziehen konnten (siehe Notenspur-Station 1).

Das erste Gewandhaus übrigens wurde 1894 abgebrochen und an seiner Statt ein neues Messehaus namens "Städtisches Kaufhaus" erbaut. Mit dem neuartigen Prinzip des "Zwangsrundgangs" - der Besucher kam nur wieder heraus, nachdem er die gesamte Ausstellung durchlaufen hatte - wurde es zum Motor der neuen Leipziger Mustermesse. So ist an diesem Platz nicht nur herausragende Musik-, sondern auch bedeutende Messegeschichte geschrieben worden.

Internet: www.gewandhaus.de

MDR-Kubus – Orchester und Chöre des MDR

Foto: MDR/Hopf

Der deutsche Architekt Peter Kulka entwarf den schwarz glänzenden Kubus mit seiner kühnen, asymmetrischen Dachkonstruktion speziell für Proben und Tonaufnahmen. In unmittelbarer Nähe des neu entstandenen Universitätskomplexes überrascht das Bauwerk durch immer neue Umgebungsreflexe auf seiner spiegelnden Fassade. Hier proben MDR Rundfunkchor, der traditionsreichste und vielseitigste professionelle Konzertchor innerhalb der ARD, und das MDR Sinfonieorchester seit 2001 in zwei den höchsten Ansprüchen an Hörfunk- und CD-Produktionen genügenden Sälen.

Kein zweites Orchester in Europa ist so eng mit der Entstehung des Rundfunks verbunden wie das 1924 gegründete Sinfonieorchester des Mitteldeutschen Rundfunks. Durch das damals neue Medium, vor allem aber durch seine musikalische Qualität erlangte der Klangkörper schnelle Anerkennung mit Konzerten, die von Berühmtheiten wie Alfred Szendrei, Hermann Scherchen, Carl Schuricht, Ernst Krenek oder Richard Strauss geleitet wurden. Nach dem Krieg prägten unter anderem Hermann Abendroth und Herbert Kegel das künstlerische Profil des Rundfunksinfonieorchesters Leipzig, das mit der Neugründung des Mitteldeutschen Rundfunks wieder seinen alten Namen erhielt. Jährlich mehr als 60 Konzerte im gesamten Sendegebiet des MDR, Rundfunk- und CD-Produktionen mit namhaften Solisten und Dirigenten sowie Tourneen im In- und Ausland prägen das moderne Profil des Orchesters. dessen Chefdirigat zur Zeit Kristjan Järvi übernommen hat.

In den für MDR-Zwecke umgebauten Hochhausetagen sind neben dem Management unter anderem weitere Probenräume mit dem entsprechendem Akustikaufbau für den MDR Kinderchor und kleinere Besetzungen, das Notenarchiv mit Rollregalanlagen und das Instrumentenlager untergebracht. Interessant ist auch die bauliche Verbindung zum Gewandhaus: die Musiker mit ihren Instrumenten sowie die Chorsänger gelangen über die verglaste und vollklimatisierte Brücke direkt zu den Konzerten der MDR Konzertsaison im Gewandhaus. Außerdem symbolisiert die Brücke, dass es keine zwei getrennten Musikhäuser auf dem Augustusplatz, sondern ein großes Musikzentrum im Herzen der Stadt Leipzig gibt.

Internet: www.mdr.de/klangkoerper

Map Background 1 2 3 5 7 8 10 11 13 * 15 18 21 23
1. Neues Gewandhaus 2. Mendelssohn-Haus
3. Grieg-Begegnungsstätte 5. Museum für Musikinstrumente
7. Schumann-Haus 8. Grafisches Viertel - Musikverlage
10. Oper Leipzig 11. Alte Nikolaischule
13. Altes Rathaus *   Klanginstallation
15. Zum Arabischen Coffe Baum 18. Bach-Museum
21. Standort Erstes Gewandhaus 23. MDR Würfel - Orchester und Chöre des MDR

Mehr hier:                                                   Flyer Kleine Leipziger Notenspur